Press Releases


Here is a list of our press releases:

Neue Zürcher Zeitung vom 30.01.2014, Seite 31:
Chancen in der Golfregion 
Neue Geschäftsmöglichkeiten dank Freihandelsabkommen 
Bald gibt es Erleichterungen bei Ausfuhren in die arabische Welt. Alle Länder des Golfkooperationsrates haben das Freihandelsabkommen mit der Efta ratifiziert. Dadurch verbessert sich künftig
auch der Schutz des geistigen Eigentums. 
Rico Kutscher 
Schweizer Unternehmen dürfen sich freuen. Der Handel mit den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC), zu dem Saudiarabien, Oman, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate
gehören, wird noch in diesem Jahr weniger Hürden aufweisen. Hintergrund ist die Ratifizierung eines Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (Efta), zu der neben
der Schweiz Norwegen, Liechtenstein sowie Island zählen, und den GCC-Staaten. 
Lange Vorgeschichte 
Die Vereinbarung dazu wurde bereits am 22. Juni 2009 unterzeichnet, musste aber noch von allen zehn Beteiligten in Kraft gesetzt werden. Dem Vertragsabschluss waren nach dem Start der Initiative
im Februar 2006 in Riad fünf Verhandlungsrunden vorausgegangen, die im April 2008 in Genf abgeschlossen wurden. Die Ratifizierung ist laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in allen
Ländern inzwischen abgeschlossen. Lediglich die offiziellen Mitteilungen – in Diplomatensprache «Notifikationen» genannt – fehlten noch von einigen GCC-Staaten. Ab wann gilt das Abkommen aber
genau? Laut den Angaben des Seco ist das exakte Datum der erste Tag des dritten Monats, nachdem alle Staaten die Ratifizierung formell mitgeteilt haben. 
Dank dem Abkommen wird sich die Situation von Geschäftsleuten in vielen Bereichen verbessern. Der wichtigste Punkt ist, dass Zölle auf Industriegütern wegfallen. Das wird bei mehr als 90% der
Tariflinien der Fall sein. Bei einigen Waren greift diese Regelung allerdings erst fünf Jahre nach der Inkraftsetzung des Abkommens. 
Die GCC-Staaten gewähren auch eine Zollbefreiung für ausgewählte verarbeitete Landwirtschaftsprodukte wie Suppen, Saucen, Getränke, Trockenfleisch, Käse und Joghurt. Nur wenige Erzeugnisse
sind dabei vom Geltungsbereich ausgenommen. Dazu zählen verarbeitete Waren wie alkoholhaltige Produkte, die aus religiösen Gründen in der Golfregion gar nicht vermarktet werden dürfen. 
Kampf gegen Kopien 
Ferner gibt es Verbesserungen im Dienstleistungsbereich. Konkret können Schweizer Anbieter künftig einfacher Finanzdienstleistungen in Arabien offerieren, leichter Personal für die Installation
von Industrieanlagen entsenden und Kaderangehörige von multinationalen Unternehmen in die Golfregion schicken. 
Im Abkommen verpflichten sich die Parteien zudem, einen effektiven Schutz des geistigen Eigentums zu gewährleisten. Das ist besonders für Schweizer Unternehmen wichtig, da nicht selten Kopien
ihrer Produkte in den Ländern der arabischen Welt auftauchen. 
Als vielversprechend erscheint obendrein, dass für hiesige Unternehmen künftig im öffentlichen Beschaffungswesen der GCC-Staaten die Standards der Welthandelsorganisation (WTO) gelten müssen.
Dies ist umso wichtiger, als die Golfländer nicht Mitglieder des Übereinkommens für die öffentliche Beschaffung der WTO sind, dessen Regeln aber künftig eingehalten werden müssen. Für die Schweizer
Seite besteht zudem die Möglichkeit zur Nachverhandlung für den Fall, dass nach Inkrafttreten des Abkommens einem Drittstaat zusätzliche Konzessionen bei staatlichen Aufträgen gewährt werden.

Saudi Gazette November 10, 2011: Saudi Arabia ranks as 12th most business-friendly economy, pdf

arab news October 27, 2010: Woman's March part1, jpg

arab news October 27, 2010: Woman's March part2, jpg

Swiss Economic Forum 2010: Wer wissen liefert, kriegt Kapital, jpg

Neue Zürcher Zeitung (NZZ) article from 2008, january 18th, pdf